DEEP TALK: UNRAST
In diesem ersten Deep Talk nach der Sommerpause geht es um Queerness und Kinship, um Religion und Spiritualität. Um Körper, Kunst und Aktivismus, Krankheit und Verletzlichkeit. Um Unterbrechungen und Neuanfänge. Und um UNRAST. Denn Unrast ist nicht nur etwas, das uns erschöpft oder nachts wachhält. Sie kann auch etwas ziemlich Schönes sein. Eine Kraft, die uns neugierig bleiben lässt. Die uns schreiben, gestalten, widersprechen, lieben, kämpfen und immer wieder etwas Neues anfangen lässt.
Wir leben in unruhigen Zeiten und wünschen uns gleichzeitig oft nichts mehr als das Gegenteil: Ruhe. Einfachheit. Faulheit. Einen Moment, in dem niemand etwas von uns will. Aber wollen wir überhaupt immer rasten? Was würde passieren, wenn wir es täten?
Wann ist Unrast nicht das Problem, sondern eine Antwort? Wann bringt sie uns dazu, etwas zu schreiben, eine Bühne zu betreten, eine Gemeinschaft aufzubauen, uns einzumischen oder unser Leben noch einmal anders zu denken? Wann braucht es Menschen, die nicht zur Ruhe kommen, weil sie sich mit dem, was ist, nicht zufriedengeben wollen?
Alle Menschen auf dieser Bühne leben auf unterschiedliche Weise von Unrast.
Der Deep Talk, der neu im Rahmen des KIN - das feministische Kunstfestival für mehr Verbindung stattfindet, ist weder ein klassisches Interview noch eine Podiumsdiskussion. Vielmehr wollen wir einander zuhören. Nachfragen. Uns widersprechen. Persönlich werden. Und gemeinsam herausfinden, was passiert.
Bei UNRAST spricht Marah Rikli mit der Kulturwissenschaftlerin Hannan Salamat, der Journalistin, Moderatorin und Kulturschaffenden Gabriella Alvarez-Hummel und dem Autor und Dramaturgen Simon Froehling über die Unruhe unserer Gegenwart – über die grosse, politische und über die ganz persönliche.
Hannan Salamat ist Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Kulturstrategin und arbeitet beim Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID). Sie bewegt sich an den Schnittstellen von Kultur, Politik, Religion und Bildung und beschäftigt sich mit Fragen von gesellschaftlichem Zusammenleben, Zugehörigkeit und Diskriminierung.
crédits: Isabel Brun
Gabriella Alvarez-Hummel arbeitet als freie Journalistin, Moderatorin und Kulturschaffende. Seit 2025 schreibt sie das Newsletter-Magazin «Cramp Mag» rund um reproduktive Rechte und engagiert sich für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Liechtenstein.
crédits: Noëlle Guidon
Simon Froehling machte sich nach seinem Studium am Literaturinstitut in Biel zunächst als Lyriker und Dramatiker einen Namen. 2010 erschien sein erster Roman «Lange Nächte Tag». Nach einer längeren krankheitsbedingten Pause fand er 2017 als Writer in Residence am Deutschen Haus der New York University zurück zum Schreiben. Sein zweiter Roman «Dürrst» war 2022 für den Schweizer Buchpreis nominiert und wurde mit einem Anerkennungspreis des Kantons Zürich ausgezeichnet. Neben dem Schreiben arbeitet er als freier Dramaturg am Tanzhaus Zürich sowie als Mentor, Experte und Gastdozent für verschiedene Kultur- und Bildungsinstitutionen.
crédits: Nikkol Rot
Marah Rikli ist Moderatorin, Speakerin und Beraterin mit den Schwerpunkten Inklusion, Diversität und Gleichstellung. Als Journalistin und Autorin veröffentlichte sie unter anderem in annabelle, Das Magazin, Republik und der NZZ. Bekannt wurde sie auch mit dem preisgekrönten Podcast Sara und Marah im Gespräch mit… Sie ist Initiantin und Festivalleiterin des feministischen Kunstfestivals KIN sowie künstlerische Leiterin des Festivals InkluVision.
crédits: Trice Gantner
KIN Cap und Shirt bestellen: https://kinshipfestival.ch/merch/
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Donnerstag, 24. September 2026, 19.30–21.00 Uhr
Bar öffnet eine Stunde vor der Show
Ohne Gebärdensprachdolmetschung
Keine Pause
Regulärer Preis: 30.-
Reduziert: 20.-
Gönner*in: 35.-
Karten: